Leben & Laufbahn
Geboren in Winterscheid (Hessen), nach eigenen Angaben Kriegsende in Schweden und Studium der Pädagogik, Philosophie und Sprachwissenschaften. Ab 1963 wirkt sie am Aufbau des Collegium Humanum in Vlotho mit, das Werner Georg Haverbeck als Heimvolkshochschule für Umwelt und Lebensschutz gründet; 1970 heiratet sie ihn.
In den 1970er Jahren ist das Haus Tagungsort der entstehenden Umweltbewegung. 1978 beteiligt sie sich an einem Sammelband der Gustav-Heinemann-Initiative; 1983 bis 1989 führt sie die deutsche Sektion des Weltbundes zum Schutze des Lebens.
Ab 1981 dokumentieren Verfassungsschutz und Bundestag die Hinwendung des Collegium Humanum zur extremen Rechten. 1989 wird sie aus der ÖDP ausgeschlossen, 1992 gründet sie den Verein Gedächtnisstätte, 1999 übernimmt sie den Vorsitz des Collegium Humanum. Die Zeitschrift „Stimme des Gewissens“ führt 2004 zur ersten Verurteilung; 2008 wird der Verein verboten.
Es folgen Verfahren in Bad Oeynhausen, Dortmund, München, Hamburg, Detmold, Verden und Berlin. Von Mai 2018 bis November 2020 verbüßt sie eine Haftstrafe in Bielefeld. Das letzte Urteil, Landgericht Hamburg vom 26. Juni 2024, ist bei ihrem Tod in Vlotho noch nicht rechtskräftig.